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Markt Kirchseeon  |  E-Mail: info@kirchseeon.de  |  Online: http://www.kirchseeon.de

Prost und wohl bekomms - Jugendschutz in Gaststätten und Verkaufsstellen

Jugendschutz darf nicht nur Alibifunktion haben! Er muss sowohl bei Festen und kommunalen Veranstaltungen als auch im Alltag in Gaststätten und Läden Bestandteil des täglichen Handelns sein.

In den vergangenen Wochen haben Mitarbeiter des Rathauses damit begonnen, Verkaufsstellen und Gastronomiebetriebe zu besuchen und diese über die Jugendschutzbestimmungen zu informieren. Gaststätten und Lebensmittelgeschäfte sind besonders gefordert: Einerseits ist die Jugend (auch zukünftige) Kundschaft, anderseits sollen die gesetzlichen Bestimmungen durchgesetzt werden. Es besteht also häufig ein Interessenkonflikt zwischen dem Ziel möglichst viel Umsatz zu machen und der Verantwortung für die Gesundheit der jungen Kundschaft. Es ist daher sehr wichtig, das Verkaufs- und Servicepersonal zu motivieren, das Jugendschutzgesetz einzuhalten. Zu diesem Zweck wurde vom Markt Kirchseeon eine Broschüre zusammengestellt, die die Geschäftsleitungen und Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren möchte. Wichtig ist, dass das Interesse am Vollzug eines wirksamen Jugendschutzes und der Anstoß dazu von der Geschäftsleitung initiiert werden, denn nur dann fühlt sich das Service- und Kassenpersonal an der „Front“ sicher. Außer Informationen über die Wirkung der Stoffe sowie über die gesetzlichen Vorschriften gibt die Broschüre auch konkrete Verhaltenstipps für die Verkaufssituation.

 

Die Informationsbesuche wurden sehr gut angenommen und von den meisten Gewerbetreibenden begrüßt.

 

Antworten, die man bekommt, wenn man nach der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes fragt:

  • „Es ist unmöglich, an der Kasse oder dem Ausschank immer nach dem Ausweis zu fragen ...“

Warum eigentlich? Am Skilift funktioniert es doch auch. Selbst wenn 100 Leute anstehen, bekommt man keine ermäßigte Jugendkarte, ohne seinen Ausweis herzuzeigen!

  • „Das bringt doch nichts – die Jüngeren schicken dann halt die Älteren, um Getränke zu holen ...“

Das wird immer so sein. Aber muss man es den Jüngeren deshalb so leicht machen und die gesetzlichen Vorschriften gleich von vorn herein ignorieren?

  • „Wenn wir nichts verkaufen, tun es die anderen ...“

Ist mit diesem Scheinargument eigentlich alles erlaubt? Dass Gesetze immer wieder gebrochen werden ist kein Grund selber dagegen zu verstoßen!

 

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an Moritz Fäßler (Jugendpfleger) wenden, Tel. 08091 552-70, E-Mail: moritz.faessler@kirchseeon.de 

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