Wappengeschichte

Wappengeschichte

Im Gemeindewappen sehen wir im grünen Feld zwischen zwei bewurzelten goldenen Nadelbäumen einen silbernen Nonnenschmetterling. Der die Naturkatastrophe im Jahr 1889 andeutende Falter (forstlicher Schädling) ist in der bayerischen Gemeindeheraldik als Symbol bisher einmalig. Die Nadelbäume weisen auf die Lage des Marktes am größten geschlossenen Waldgebiet Deutschlands (Ebersberger Forst) hin. Die 1959 eingeführte Gemeindefahne zeigt die Streifen grün, weiß, grün.

 

Vor 200 Jahren bedeckte noch dichter Wald das Gebiet um das heutige Zentrum des Marktes Kirchseeon. Als der Bau der Königlich Bayerischen Eisenbahn im Jahr 1868 beschlossen wurde, errichtete man im sogenannten „Holzland" zwischen Eglharting und Kirchseeon-Dorf eine Fabrik, in der die für die Bahnstrecke nötigen Schwellen hergestellt wurden. Schon 1870 entstanden die ersten Wohn- und Gasthäuser und der Bahnhof. 20 Jahre später fiel der größte Teil der ausgedehnten Waldungen dem Nonnenfalterfraß zum Opfer. 




Das Haus der Bayerischen Geschichte am Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat ein Projekt über Wappen begonnen. Auf der Internetseite www.gemeinden.hdbg.de werden Fotos gezeigt, die den historischen und heutigen Gebrauch der Gemeindewappen zeigen. Sie können auch digitale Fotos dort hinschicken.